Holz-Tapeten bestehen aus dünnen Holzleisten oder Furnieren, die auf die Wand geklebt werden, oft in Kombination mit einer Papiergrundlage. Mit Europaneelen in geringer Stärke lässt sich dieser Effekt auch in Eigenregie umsetzen. Dazu werden die Paneele zugeschnitten, getönt und anschließend wie Linoleum an der Wand verklebt, wobei die Fugen sorgfältig angepasst werden.
Das Ergebnis ist eine einheitliche Holzfläche ohne sichtbare Befestigungen. Wichtig ist, dass die Paneele nur 6–8 mm dick sind, da sonst das Gewicht zu hoch wird und der Kleber nicht ausreichend haftet. Mit dieser Methode lassen sich unebene Wände optisch kaschieren, während die natürliche Holzstruktur dem Raum einen originellen Look verleiht. Unterschiedlich breite Leisten sorgen zusätzlich für ein unregelmäßiges, lebendiges Muster.
Diese kreative Wandgestaltung spricht vor allem Menschen an, die von herkömmlichen Tapeten genug haben, aber keine aufwendige Unterkonstruktion für klassische Holzverkleidungen wünschen. Natürlich gibt es Risiken: Die dünnen Leisten sind empfindlicher gegenüber Stößen. Doch als originelle Alternative eignen sie sich hervorragend für Ateliers, Cafés oder Wohnräume, in denen ein experimenteller Geist gefragt ist.




