Wer seinem Raum mehr Energie und Dynamik verleihen möchte, sollte Europaneele nicht horizontal oder vertikal, sondern im 30- bis 45-Grad-Winkel verlegen. Diese Technik erfordert präzise Berechnungen und sorgfältige Zuschnitte, belohnt aber mit einer eindrucksvollen diagonalen Struktur. Beim Betreten des Raumes folgt das Auge den Linien und vermittelt den Eindruck, als öffne sich der Raum in eine neue Dimension.
Üblicherweise wird die Holzverkleidung in eine Richtung geneigt. Mutige Designer experimentieren jedoch mit Fischgrät- oder Chevron-Mustern, bei denen sich die Leisten symmetrisch begegnen. Es ist ratsam, vorab eine Skizze zu erstellen und die Paneele zu markieren, um Verwechslungen beim Verlegen zu vermeiden. Die Befestigungen werden in den Nuten oder hinter Dekorleisten verborgen.
Diagonale Holzverkleidungen harmonieren sowohl mit dem Loft-Stil – insbesondere, wenn das Holz geflämmt oder künstlich gealtert wird – als auch mit dem minimalistischen Skandi-Design, wenn die Oberfläche in einem hellen Farbton lasiert ist. Wichtig ist hierbei, auf einen exakten Verlauf der Linien zu achten, damit das Muster nicht „verläuft“. Das Endergebnis übertrifft oft die Erwartungen: Wände oder Decken wirken lebendig und stechen aus den gängigen Gestaltungsmustern hervor.




