Die Technologien des „Internets der Dinge“ (IoT) dringen immer weiter in die Logistikbranche vor. Auch Paletten bleiben davon nicht unberührt: Es entstehen „intelligente“ Paletten, die mit Temperatursensoren, Feuchtigkeitsmessern, GPS-Trackern und weiteren Geräten ausgestattet sind. Welche Zukunft haben sie, und welchen Nutzen bieten sie?
Erstens ermöglichen sie eine präzise Standortverfolgung der Fracht. Wenn jede Palette mit einem GPS-Chip versehen ist, können Logistikunternehmen und Kunden in Echtzeit sehen, wo sich die Ware befindet. Dies reduziert das Diebstahlrisiko und erleichtert die Planung von Be- und Entladeprozessen.
Zweitens bieten sie eine verbesserte Transportkontrolle. Feuchtigkeits- und Temperatursensoren erkennen sofort Abweichungen. Falls beispielsweise eine Kühlkette ausfällt, werden die Verantwortlichen sofort informiert und können reagieren, bevor die Ware verdirbt. Besonders für pharmazeutische und verderbliche Lebensmittelprodukte ist dies essenziell.
Drittens optimieren sie die Lagerverwaltung. Eine Palette, die mit dem Lagersystem „kommuniziert“, meldet automatisch, wann und wo sie be- oder entladen wurde und welche Produkte sie enthält. Dadurch wird die Inventarisierung vereinfacht und manuelle Fehler werden minimiert. Dies erhöht die Bestandsgenauigkeit und verbessert die Effizienz.
Die Zukunft „intelligenter“ Paletten hängt von sinkenden Sensorpreisen und dem Ausbau der Kommunikationsnetze ab. Doch schon jetzt ist klar, dass ihr Einsatz einen weiteren Entwicklungsschritt für die Europalette bedeutet – von einem einfachen Holzrahmen zu einem High-Tech-Element der globalen Logistik.




