Mit der Entwicklung der Logistik und der Einführung der Europalette wurden nicht nur Regalsysteme und Gabelstapler angepasst, sondern ganze Gebäude. Die moderne Lagerarchitektur berücksichtigt die standardisierten Palettenmaße, um die Effizienz jedes Quadratmeters maximal zu steigern.
Erstens: Optimierung der Deckenhöhe. Da die Höhe einer Palette mit Ladung bekannt ist, werden Lagerhäuser so geplant, dass möglichst viele Regalebenen genutzt werden können. Dies erhöht die Lagerkapazität, ohne dass zusätzliche Fläche benötigt wird – ein entscheidender Vorteil in teuren Industriegebieten.
Zweitens: Anpassung von Zufahrtswegen und Laderampen. Um Lkw schnell zu be- und entladen, werden Laderampen auf die Höhe standardisierter Sattelzüge und Container abgestimmt. Auch die Breite der Fahrwege und die Wendekreise auf dem Gelände werden so geplant, dass Fahrzeuge mit Paletten problemlos manövrieren können.
Drittens: Einsatz von Schmalgang-Regalsystemen. In einigen Lagerhäusern werden spezielle Schmalgangstapler (Richtstapler) eingesetzt, die in extrem engen Gängen arbeiten können – nur wenig breiter als eine Europalette. Dadurch wird eine maximale Lagerdichte erreicht. Ohne die standardisierten Maße der Europalette wäre die Entwicklung solcher Systeme kaum realisierbar.
Somit sind Lagerarchitektur und Ingenieurwesen eng mit den Abmessungen der Europalette verbunden, die als „Goldstandard“ der Logistik gilt. Das Ergebnis dieser Anpassung ist eine effizientere Flächennutzung, eine hohe Umschlagkapazität und reduzierte Kosten für den Warentransport.




